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Die Entstehung der Homöopathie

Homöopathie - wo kommt sie her? Hierzu Meyers Großes Handlexikon:   

"Homöopathie: [gr.], von Hahnemann begründetes Heilverfahren, wonach Krankheiten mit niedrig dosierten Medikamenten behandelt werden, die in höherer Dosierung beim Gesunden diesen Krankheiten ähnliche Erscheinungen hervorrufen."

Wer war nun dieser Hahnemann und wie kam er zu diesem ungewöhnlichen Heilverfahren, das er Homöopathie (homoion=ähnlich / pathos=Leiden) nannte ? 

 





Samuel
Friedrich
Hahnemann

Hahnemann wurde als Sohn eines Porzellanmalers am 10. April 1755 in Meißen geboren. Seine Kindheit stand also im Schatten des 7-jährigen Kriegs. Not und Armut waren ihm nicht fremd. Er selbst sollte auch den Beruf des Vaters ergreifen, brach jedoch bald die Porzellanmalerlehre ab und fand durch Unterstützung eines Mäzens Aufnahme in die Fürstenschule St. Afra.
In Leipzig nahm er anschließend im Alter von 20 Jahren das Studium der Medizin und Chemie auf. 1779 promovierte er in Erlangen zum Doktor der Medizin. Er ließ sich 1780 in Hettstedt nieder, fand aber aufgrund seiner Zweifel an den damaligen Heilmethoden, deren wesentliche Grundlage sog. Ausleerungskuren waren, keine Befriedigung in seinem Beruf. Er zweifelte den Nutzen dieser, mit großen Kräfteverlusten verbundenen, Methoden an und widmete sich intensiv chemischen Experimenten.
1782 heiratete Hahnemann Henriette Küchler, die Adoptivtochter des Besitzers der Mohren-Apotheke in Dessau, wo er 1781 eine pharmazeutische Ausbildung begonnen hatte. Neben seinen Experimenten im Apothekerlabor beschäftigte er sich auch mit der Übersetzung und Interpretation wissenschaftlicher Texte und veröffentlichte auch bald selbst eigene Schriften. Sein damals herausgegebenes 4-bändiges Apothekerlexikon ist übrigens heute noch Grundlage des Homöopathischen Arzneibuchs (HAB).
Bei der Übersetzung der Materia medica des schottischen Pharmakologen William Cullen stieß er auf dessen Aussagen zur Behandlung von Wechselfieber mit der Rinde des Chinabaumes. Die Ausführungen fand er nicht eindeutig und beschloss, selbst Versuche mit der Chinarinde durchzuführen. Die Einnahme einer größeren Dosis führte bei ihm im Selbstversuch zu Symptomen, wie er sie von einer Malariaerkrankung her kannte, die er bei einer seiner Reisen durchgemacht hatte. Die Idee, dass Chinarinde gegen Malaria wirksam sein könnte, weil sie beim Gesunden ein ähnliche Krankheitsbild hervorruft, ließ ihn nicht los. Man kann diesen Selbstversuch Hahnemanns aus dem Jahre 1790 als erste systematische Arzneimittelprüfung ansehen.

1796 veröffentlichte er seinen Aufsatz "Versuch über ein neues Prinzip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneisubstanzen" in der damals führenden Ärztezeitschrift Hufeland`s Journal. Darin führte er aus, dass mit der sog. Ähnlichkeitsregel das für den jeweiligen Krankheitszustand angezeigte Mittel gefunden werden kann:


     
Similia similibus curentur

(Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt).

 

Das Jahr 1796 gilt daher als Geburtsjahr der Homöopathie. Erst etwa vier Jahre später geht Hahnemann dazu über, die Arzneidosis zu verringern, nachdem er bei der Untersuchung weiterer Substanzen festgestellt hatte, dass diese nach einem besonderen Verdünnungsverfahren, der sog. Potenzierung, eine veränderte Wirkung haben (Paracelsus schon 1520: "Allein die Dosis macht's, ob ein Ding Gift oder Arznei ist).
1805 erschien sein Buch "Heilkunde der Erfahrung". Die Summe seiner Erkenntnisse fasste er in seinem "Organon der rationellen Heilkunst", das er 1810 veröffentlichte, zusammen.
1812 erhielt Hahnemann seine Habilitation in Leipzig und hielt in den nächsten Jahren dort regelmäßig Vorlesungen. Zusammen mit einigen seiner Studenten führte er systematisch Versuche über Arzneiwirkungen am Gesunden durch. Sie nahmen jeweils eine bestimmte Dosis einer Substanz ein und hielten alle auftretenden Symptome in Prüfungsprotokollen fest. Die Zubereitung der Arzneien in der hohen Verdünnung mochte Hahnemann nicht den Apothekern überlassen, sondern stellte sie selbst nach seiner Potenzierungslehre her. In Leipzig sah er sich bald einem großen Widerstand der Ärzte- und Apothekerschaft gegenüber. 1821 verließ er die Stadt und ließ sich in Köthen nieder.
1829 feierte er dort zusammen mit vielen seiner Anhänger sein 50-jähriges Jubiläum als Arzt. Der Verein homöopathischer Ärzte wurde damals gegründet.
1835 heiratete Hahnemann ein zweites Mal. Seine erste Frau, mit der er 11 Kinder hatte, war 5 Jahre vorher während der Choleraepidemie gestorben. Mit seiner zweiten Frau, der fast 50 Jahre jüngeren Französin Melanie D`Hervilly, die als Patientin zu ihm gekommen war, ließ er sich in Paris nieder. Dort wurde er zu einem beliebten Modearzt und praktizierte bis er am 2. Juli 1843 im Alter von 88 Jahren starb. Sein Grab befindet sich auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise.


Organon der rationellen Heilkunst    zum Seitenanfang

In diesem Werk legte Hahnemann die grundsätzlichen Voraussetzungen der Homöopathie fest. Zeitlebens arbeitete er an der Weiterentwicklung des Heilverfahrens; so erschienen insgesamt sechs Auflagen des Organon:

1810: 1. Auflage
1818: 2. Auflage
1824: 3. Auflage
1829: 4. Auflage
1833: 5. Auflage
1842: 6. Auflage

Bei Veröffentlichung der 6. Auflage war Hahnemann übrigens 87 Jahre alt.

Das Organon ist logisch in Paragraphen aufgebaut:
§§ 1-70 (Theorie)
§§ 71-104 (Fallaufnahme)
§§ 105-145 (Arzneiwirkungen)
§§ 146-291 (praktische Anwendung).



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